Echtzeit-Ethernet-Entwicklung
Wir übernehmen als Dienstleister die Integration von Echtzeit-Ethernet-Protokollstacks für Gerätehersteller, Maschinenbauer und Chiphersteller. Wir entwickeln, portieren und optimieren PROFINET, EtherCAT, POWERLINK, EtherNet/IP und TSN auf Ihrer Hardware, prüfen die Geräte vor der Zertifizierung, schulen Ihr Team und bleiben danach als Third-Level-Support dabei.
Für wen wir arbeiten
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Gerätehersteller
Sie möchten eine konforme Echtzeit-Ethernet-Schnittstelle in einen Messumformer, Encoder, Antrieb, ein E/A-Modul oder ein Gateway integrieren und dafür kein eigenes Protokollteam aufbauen.
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Maschinenbauer und System-OEMs
Sie möchten eine Maschinen- oder Systemplattform auf deterministisches Ethernet umstellen, ohne die Maschine darum herum neu zu konstruieren.
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Chiphersteller
Sie möchten nachweisen, dass ein neuer Chip Industrial Ethernet unterstützt. Wir liefern eine Referenzimplementierung, die Sie veröffentlichen können, ein Beispiel-Framework für Ihre Kunden und die Benchmark-Werte dazu.
Was wir tun
- 01
Stack-Entwicklung und Portierung
Wir portieren kommerzielle und Open-Source-Protokollstacks auf Ihre MCU-, SoC-, FPGA- oder Linux-Plattform und nehmen sie mit realem Netzverkehr in Betrieb, nicht im Simulator. Erfüllt kein vorhandener Stack Ihre Anforderungen, entwickeln wir eine eigene Implementierung.
- 02
Optimierung der Zykluszeit
Wir optimieren Treiber, Scheduler und Netzwerkkarte, bis Zykluszeit und Jitter die Anforderungen Ihrer Anwendung erfüllen. Gemessen wird unter Last.
- 03
Kompakte Implementierungen und SoC-Designs
Wir passen die Schnittstelle an die gewählte Hardware an, vom kompakten MCU-Knoten über die FPGA-Implementierung bis zum SoC mit Echtzeit-Subsystem.
- 04
Treiber, BSP und Middleware
Wir entwickeln die Software-Schichten unterhalb des Protokollstacks, für Linux, Windows und RTOS. Der Stack hält seine Zykluszeit nur, wenn auch Treiber und Betriebssystem deterministisch arbeiten.
- 05
Zeitsynchronisation
Wir integrieren PTP nach IEEE 1588 und IEEE 802.1AS und messen die Synchronisationsgenauigkeit an jedem Hop des Pfads.
- 06
TSN-Konfiguration und Benchmarking
Wir berechnen Qbv-Zeitpläne, übertragen sie auf die Switches und prüfen dann, wie sich das Netz unter Last tatsächlich verhält. Das Datenblatt ist dafür kein Maßstab.
- 07
Vorzertifizierung
Wir testen Ihre Geräte vorab mit den Testpaketen und Netzlastklassen der Protokollorganisation, bevor Sie die formale Prüfung im akkreditierten Labor beauftragen.
- 08
Schulung, gemeinsame Entwicklung und Langzeitbetreuung
Wir schulen Ihre Ingenieure in der gelieferten Lösung, entwickeln die erste Implementierung gemeinsam mit Ihrem Team und übernehmen danach den Third-Level-Support, während Ihr Team den First-Level-Support leistet, solange das Produkt ausgeliefert wird.
Technologien und Plattformen
- Unterstützte Protokolle und Technologien
- PROFINET · EtherCAT · Ethernet POWERLINK · EtherNet/IP · IEEE 802.1 TSN · 10BASE-T1L / Ethernet-APL
- Plattformen
- FPGA · SoC mit Echtzeit-Subsystem · Anwendungsprozessor · MCU und kompakte Implementierungen · Echtzeit-Linux · Windows mit PCIe-NDIS-Miniport-Treiber · RTOS
- Was Sie erhalten
- Gerät, Maschine oder Chip mit integrierter Protokollimplementierung · Stack und Build-Umgebung · Quellcode von Treiber und BSP · Interoperabilitäts- und Leistungsberichte · Whitepaper mit Messdaten · Messbericht zu Zykluszeit und Jitter · Prüfbericht der Vorzertifizierung · Integrationshinweise · ein geschultes Team
Wie unterstützt AEI bei der Integration von Echtzeit-Ethernet-Protokollstacks?
Wir übernehmen die Integration von Echtzeit-Ethernet-Protokollstacks in industrielle Geräte: Wir entwickeln, portieren und optimieren sie und bereiten sie mit einer Vorzertifizierung, also eigenen Tests vor der formalen Prüfung, auf die Zertifizierung vor.
Unsere Kunden sind Gerätehersteller, Maschinenbauer und Chiphersteller. Wir arbeiten mit PROFINET (einschließlich IRT Klasse C), EtherCAT, Ethernet POWERLINK, EtherNet/IP und IEEE 802.1 TSN auf FPGA, SoC, Anwendungsprozessor, MCU und Echtzeit-Linux. Unser Team hat Software-Master mit einer Zykluszeit von 80 µs entwickelt. Außerdem haben wir eine herstellerübergreifende PROFINET-IRT-Registersteuerung mit Anwendungssynchronisation umgesetzt: Pulsgesteuerte Vorgänge auf verschiedenen Geräten laufen höchstens 3 µs auseinander, wobei Hardwarebeschleunigung das Timing übernimmt. Typische Projekte sind:
- Ein Stack wird entwickelt oder portiert und mit seiner Build-Umgebung übergeben.
- Ein vorhandener Stack wird optimiert, bis er die Zykluszeit hält, die Ihre Anwendung braucht.
- Ein Chip ohne bisherige Industrial-Ethernet-Unterstützung wird in Betrieb genommen, als Referenzimplementierung, die ein Hersteller veröffentlichen kann, mit einem Beispiel-Framework als Ausgangspunkt für seine Kunden.
- Ihre Ingenieure werden geschult auf Plattform und Protokoll, und die erste Implementierung entsteht gemeinsam mit ihnen.
Wir entwickeln die Protokollintegration; das Produkt und die Kundenbeziehung bleiben bei Ihnen. Die Arbeit reicht von der Protokollauswahl bis zur Vorzertifizierung:
- Bei der Auswahl berücksichtigen wir den Anlagenbestand Ihrer Kunden, Ihre Zielmärkte, Ihre Chip-Roadmap und die Zertifizierungskosten. Am Ende steht ein Prototyp auf Ihrer Hardware.
- Die Portierung umfasst den Protokollstack, den zugehörigen Treiber und die Build-Umgebung.
- Die Optimierung ist Messarbeit: Zykluszeit und Jitter unter Last, auf der Hardware, die ausgeliefert wird.
Anlagen nehmen wir nicht vor Ort in Betrieb. Wir entwickeln die Protokollintegration in Ihrem Produkt und integrieren und testen sie gemeinsam mit Ihren Ingenieuren. Während der Integrations- und Testphase arbeiten wir vor Ort mit Ihnen, danach remote.
Wie wählen Sie zwischen PROFINET, EtherCAT, EtherNet/IP und POWERLINK?
Jedes davon ist irgendwo die richtige Wahl, und entschieden wird meist nicht am Protokoll.
Entscheidend ist der Anlagenbestand Ihres Kunden und das, was in seinen Ausschreibungen steht.
| Protokoll | Was dafür spricht |
|---|---|
| PROFINET | Die größte installierte Basis, Fertigungs- und Prozessautomation in einem Protokoll, mit IRT für isochrone Anwendungen |
| EtherCAT | Hohe Gerätedichte und die kürzesten Bewegungszyklen. Auf der Steuerungsseite liefern Chiphersteller keinen Master mit. EtherCAT-Master-Integration heißt deshalb, einen MainDevice-Stack eines Drittanbieters neben Ihrer Anwendung korrekt zum Laufen zu bringen |
| EtherNet/IP | Was nordamerikanische Ausschreibungen am häufigsten verlangen |
| POWERLINK | Das Lizenzmodell zählt, und ein Open-Source-Stack lässt sich im eigenen Haus pflegen |
| TSN | Grundlage konvergenter Netze in Zukunft, aber eine Schicht unter diesen Protokollen und kein Ersatz für sie |
Unser Team hat Geräte- und Master-Projekte in allen diesen Familien ausgeliefert. Wir empfehlen also nicht das Protokoll, das wir zufällig kennen. Geht es um lange Sensorleitungen bei geringer Leistung und nicht um eine kurze Zykluszeit, fällt die Entscheidung auf der physikalischen Schicht, bei 10BASE-T1L und Ethernet-APL, und nicht beim Protokoll darüber.
Welche Zykluszeiten sind auf Ihrer Hardware erreichbar?
Datenblatt und ausgelieferte Systeme gehen hier auseinander, deshalb nennen wir gemessene Werte.
Ein Beispiel: Für POWERLINK-Managing-Nodes hat unser Team den Standard-Testaufbau von openPOWERLINK um die Anwendungsgruppen erweitert, für die Kunden tatsächlich bauen. 250 µs für Motion und Robotik mit 3 bis 10 gesteuerten Knoten bei 32 Byte je Zyklus, 1 ms für Maschinen-E/A mit 10 bis 20 Knoten bei 64 bis 128 Byte und 5 ms für Prozessautomation mit 30 und mehr Knoten bei 128 bis 256 Byte. Diese drei Punkte zeigen den eigentlichen Zusammenhang: Zykluszeit, Knotenzahl und Nutzdaten je Zyklus hängen zusammen, und eine Angabe ohne die anderen beiden ist unvollständig. Auf der Master-Seite erreicht ein optimiertes Echtzeit-Linux mit einem auf Determinismus ausgelegten Treiber einen Netzzyklus von 80 µs. Windows ist ein anderes Problem mit einer anderen Lösung und wird auf der Seite zur Systemsoftware behandelt.
Welcher Jitter ist tatsächlich erreichbar?
Den bestimmt die Hardware stärker als das Betriebssystem, sobald die Netzwerkkarte ihren Teil leistet.
- Mit hardwaregesteuertem Senden. Unser gemessener Netz-Jitter liegt bei 40 ns auf einem optimierten Echtzeit-Linux mit einer Intel-i210-Karte. Veröffentlichte Werte für diese Bauart liegen meist näher an 100 ns, und der Abstand ist gewollt: Ein Datenblattwert braucht Reserve für Prozess- und Modellstreuung, ein gemessener Wert nicht. Beide sind richtig; sie beantworten verschiedene Fragen.
- Ohne diese Funktion oder mit abgeschalteter. Dieselbe Software hält etwa 20 µs. Das ist der Wert für eine Standardkarte ohne hardwaregesteuertes Senden, und er ist als Untergrenze nützlich: So viel erreicht ein reines Software-Design, egal wie gut der Scheduler eingestellt ist.
Wie weisen Sie die Genauigkeit der Zeitsynchronisation nach?
Wir messen sie auf dem Pfad, auf dem das Gerät später läuft.
PTP und IEEE 1588 sind schnell versprochen und ebenso schnell falsch integriert, denn eine Synchronisationsgarantie ist nur so gut wie der schwächste Hop. Ein gewöhnlicher Switch mitten in einem sonst geeigneten Netz kann sie aufheben. Wir messen die Synchronisationsgenauigkeit an jedem Hop und zeigen, wo sie nachlässt. Für TSN gilt dasselbe. Qbv-Zeitpläne müssen berechnet, auf jeden Switch übertragen und dann gegen das Verhalten des Netzes unter Last geprüft werden. Dieser Prüfschritt wird am häufigsten ausgelassen, und gerade er findet die Fehlkonfiguration.
Kann man jetzt auf TSN als Standard setzen?
Das Profil, auf das Industriekunden gewartet haben, gibt es jetzt.
- Was sich geändert hat. IEC/IEEE 60802, das TSN-Profil für die Industrieautomation, ist im Juni 2026 erschienen. Vorher konnte „TSN-Unterstützung“ im Datenblatt fast jede beliebige Teilmenge der IEEE-802.1-Funktionen bedeuten, und zwei konforme Geräte konnten trotzdem nicht zusammenarbeiten. Erst ein benanntes Profil macht eine Anforderung in der Ausschreibung formulierbar.
- Was sich nicht geändert hat. Ein Netz wird nicht konform, weil es jetzt ein Profil gibt. Wir testen mit den Geräten, die Sie tatsächlich betreiben, und zeigen, wo sie das Profil erfüllen und wo nicht. So ist die Lücke bekannt, bevor jemand um sie herum entwirft.
Was bringt eine Vorzertifizierung vor dem Labortermin?
Sie spart meist eine zweite Laborbuchung und hält den angekündigten Markttermin.
Eine Konformitätsprüfung ist ein mehrtägiger Laborauftrag, den das Prüflabor je Gerät anbietet und nach Aufwand abrechnet. Innerhalb einer Buchung sind mehrere Testdurchläufe möglich. Fällt ein Gerät durch und muss neu eingereicht werden, gibt es ein neues Angebot, und der Liefertermin ist den Kunden dann schon genannt. Wir testen PROFINET-, EtherCAT-, EtherNet/IP- und POWERLINK-Geräte vorher bei uns mit den Zertifizierungs-Testpaketen und Netzlastklassen der jeweiligen Protokollorganisation und mit denselben Werkzeugen, die das akkreditierte Labor verwendet. Bei der formalen Prüfung sieht dann niemand das Gerät zum ersten Mal scheitern. Das Zertifikat stellt weiterhin das akkreditierte Labor aus.
Häufige Fragen
Wer übernimmt die Echtzeit-Ethernet-Stack-Entwicklung für einen Gerätehersteller?
Kann ein Standard-PC als Industrial-Ethernet-Master arbeiten?
Welche Hardware sollen wir wählen?
Arbeiten Sie auf unserem Chip oder nur auf Referenzplattformen?
Können Sie unsere Ingenieure schulen, statt nur Code zu liefern?
Wie lange dauert es, ein Gerät um ein Protokoll zu erweitern?
Wovon hängen die Kosten für ein zusätzliches Protokoll ab?
Übernehmen Sie die Zertifizierung?
- IEC 61158 / IEC 61784 – Normen für industrielle Kommunikationsnetze
- IEEE 802.1Q (TSN: 802.1Qbv, 802.1AS) – Time-Sensitive Networking
- IEC/IEEE 60802 – TSN-Profil für die Industrieautomation
- PROFINET-Spezifikation – PROFIBUS & PROFINET International (PI)
- PI-Produktzertifizierung – profibus.com/products/product-certification
- EPSG DS 301 – Kommunikationsprofil Ethernet POWERLINK
- EtherCAT Technology Group (ETG) – EtherCAT-Spezifikation und Konformität
- IEEE 802.3cg – 10BASE-T1L, Single Pair Ethernet
Sollen wir das für Ihr Produkt einschätzen?
Lesen Sie zuerst unsere technischen Notizen oder sprechen Sie direkt mit dem Team, das die Arbeit übernimmt.